Tal & Groethuysen begeistern in Göttingen
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(c) Udo Hinz -
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(c) Udo Hinz
Seit mehr als 40 Jahren bilden Yaara Tal und Andreas Groethuysen ein eingespieltes Klavierduo, das die Kunst des vierhändigen Klavierspiels auf höchstem Niveau präsentiert. Beim Auftakt der neuen Saison der Göttinger Aulakonzerte begeisterten die beiden international renommierten Pianisten das Publikum in der sehr gut besuchten Aula der Universität mit einem facettenreichen Programm aus Werken von Ludwig van Beethoven und Franz Schubert.
Mit beeindruckender Präzision, musikalischer Intensität und spürbarer Spielfreude ließen Tal und Groethuysen die Klangvielfalt des Flügels zur Geltung kommen. Ihr Zusammenspiel war geprägt von einem gemeinsamen Atem und Puls – so eng abgestimmt, dass der Eindruck entstand, die Musik werde von einem einzigen Menschen mit vier Händen gespielt.
Das Programm vereinte beschwingte Märsche und liedhafte Melodien mit den anspruchsvollen Spätwerken beider Komponisten. Besonders in Beethovens Fuge B-Dur und Schuberts Fantasie f-Moll zeigten die beiden Pianisten ihre außergewöhnliche Ausdruckskraft: Zwischen zarten, verträumten Passagen und kraftvollen, aufgewühlten Klangmomenten entfalteten sie ein breites Spektrum an Emotionen.
Die Begeisterung des Publikums mündete in sehr starken Applaus. Als Zugabe verabschiedeten sich Yaara Tal und Andreas Groethuysen mit Schuberts verspieltem „Kindermarsch“ – einem leichten, charmanten Ausklang eines eindrucksvollen Konzertabends.
„Die Eröffnung der neuen Saison an Aulakonzerten war ein selten zu erlebender Rausch des Klavierklanges über die 88 Tasten des Flügels hinweg.“
„Dadurch wirkte ihr Spiel tatsächlich, als wäre die Musik von einem Menschen mit vier Armen gespielt.“
„Eine interpretatorische Glanzleistung.“
(Udo Hinz, Göttinger Tageblatt, Kultur, 13. Oktober 2026)